Urkunde 1765 August 29

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Urkundentext

29. August 1765, Bochum
Das Landgericht setzt in der Prozeßsache der Freiin Elisabeth Charlotte von Strünckede und der Kuratoren der von Strünckede Crudenburgischen Gläubiger und Strüncke Strünckedeschen Konkurses wider die Freifrau von Strünckede zu Dorneburg, geborenen Freiin von Keverberg, für nachfolgende Grundstücke den Zwangsverkauf an: in Bochum, am 29. November 1765 und 1. März, in Eickel am 10. Juni 1766:

  1. Das adelige Haus Dorneburg nebst Wälle, Graben, Gärten, Baumhof. Jagd, Fischerei. Taubenflucht und sonstigen Freiheiten, durch beeidete Schätzer auf 6497 Rtlr. geschätzt;
  2. das Häusgen des Müllers nebst 2 Gärten auf 100 Rtlr.;
  3. die hinterste und vorderste Buxel = 9 Mallersaat 42 Ruten, das Maltersaat auf 150 Rtlr.;
  4. der Kortekath - 2 Scheffelsaat 17 Ruten auf 60 Rtlr.;
  5. der alte Kamp = 10 Maltersaat 1 Scheffel 19 Ruten, das Maltersaat auf 180 Rtlr.;
  6. der Biesenkamp =11 Maltersaat, 30 und ¼ Rute auf 660 Rtlr.;
  7. die Biesenkamps Wiese = 1 Maltersaat 1 Scheffel 46 Ruten, das Maltersaat auf 180 Rtlr.;
  8. die lange Wiese am Biesenkamp = 2 Maltersaat 14 und ¾ Ruten, das Maltersaat auf 180 Rtlr.;
  9. die große Wiese, auf Eickel schiessend = 4 Maltersaat 2 Scheffel 16 Ruten, das Maltersaat auf 185 Rtlr.;
  10. die Erlenkamps Wiese = 6 Maltersaat 2 Scheffel 27 Ruten auf 800 Rtlr.;
  11. das Gehölz der Ochsenkamp = 7 Maltersaat 2 Scheffel =54 Ruten, das Maltersaat auf 100 Rtlr.;
  12. die Selbtrifft in der Riemcker Mark, 3 stehende Brände von Dorneburg und 3 von Gosewinckel = 280 Schaaren, noch 117½ Schaar, insgesamt 397, wie auch wegen 2 Brandeisen und Schütlere, sonderlich das Markenrichteramt und davon abhörige Gerechtigkeiten samt der Weide vom Hornvieh, auf 700 Rtlr.;
  13. die Schafstrift auf der Biekop mit den Schafen und dem Schafstall auf 400 Rtlr.;
  14. die Pferde-Wildbahn im Embsterbruch auf 400 Rtlr.;
  15. Monopole:
    a) Pferde- und Schweineschneiden, Musik-, Koch- und Gastbitteramt, Kessel- und Wannflirken, Lumpensammlen und dergl. auf 337 Rtlr.;
    b) der Zehnte und Hunde Hafer = 4 Malter, 16 Rauchhühner, 26 Handdienste. Freigedinggeld von Bickern und Holsterhausen = 17 Stbr. auf 223 Rtlr.;
  16. auf dem neuen Kamp
    a) das sogenannte Pastorshaus und Garten auf 240 Rtlr..
    b) Lennemanns Hausplatz und Garten auf 50 Rtlr.,
    c) Murmann auf 50 Rtlr..
    d) Jäger auf 69 Rtlr..
    e) Kutscher auf 115 Rtlr.;
  17. die Schneiderwiese = 2 Maltersaat 1 Scheffel 65¼ Rute, das Maltersaat auf 200 Rtlr.;
  18. die vorderste und hinterste Becke nebst dem Beckhöfgen = 13 Maltersaat, 2 Scheffel 29 Ruten, das Malter auf 140 Rtlr. und das umliegende Gehölz auf 25 Rtlr.;
  19. Marckmannswiese = 1 Maltersaat 3 Scheffel 8 Ruten, das Maltersaat auf 100 Rtlr.

Siegel des Landgerichts. Unterschriften: J. A. E. Bölling, F. H. D. Esselen.
Abdruck. 2. Anhang, Nr. 39 zum Duisburger Intelligenz Zettel 1765 Dienstag, den 24. September 1765.
Vergl. Kaufanschlag des A. F. von Kuschinsky vom Jahre 1787.
Specificationes Pertinentiarum verschiedener adeliger Güter.
Fol. 20 u. 24.
[1]

Literatur

Siehe auch

Quelle

  1. Stadtarchiv Herne - Urkundenbestand