Kirchhofstraße 2

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  • 1935: Salzburger-Betriebe

Leo Reiners: Aus der Geschichte der Bahnhofstraße III vom 9. November 1935

"Der Cremersche Gemüsegarten also die Ecke Bahnhof – und Kirchhofstraße, ist bei der Versteigerung des gesamten Cremerschen Besitzes im Jahre 1831 von dem Lohgeber Caspar Heinrich Boos, der mit Anna Catharina Abendbroth aus der „Baut“ Rechen verheiratet war, erstanden worden und zwar 52 Ruten für 111 Taler. So billig war also vor 100 Jahren ein Grundstück an der Bahnhofstraße! Caspar Boos, der auf dem Grundstück ein Wohnhaus errichtete, übernahm mit dem Kauf zugleich die auf dem Grundstück liegende Last. Sie bestand aus einem jährlichen Canon von 20 Stübern Berl[iner]. Courant, welcher an die Kirche, und einer Rente von 30 Stübern gemein Geld, welche an die Pastorat der evgl. Gemeinde zu Herne zu entrichten war. Im Jahre 1843 übertrug er den Besitz auf seinen älteren Sohn Diederich Heinrich Boos gegen eine näher bestimmte Leibzucht und Uebernahme der Schulden. Von Diederich Heinrich Boos ging der Besitz 1893 auf den Sattler Karl Boos über. Dieser verkaufte ihn 1894 an den Postassistenten und späteren Wirt Friedr. Wünnenberg. Damals stand immer noch das Haus des alten Boos, an das zwischen 1870 und 1886 ein kleiner Wohnhausanbau in der Flucht der Kirchhoffstraße bis zu dem Backhaus des alten Boosischen Besitzes gekommen war. Im Jahre 1900 wurde alles abgerissen und dafür als Gasthof und Geschäftshaus der gewaltige Neubau errichtet, der heute noch die Ecke Kirchhoff – und Bahnhofstraße ausmacht. Da Wünnenberg 1908 in Schwierigkeiten geriet, erwarb der Kaufmann Karl Veuhoff den Neubau, und wiederum in einer Zwangsversteigerung ging der 1918 in den Besitz der Müser – Brauerei[1] über."

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Quelle

  1. Anmerkung der Redaktion 2015: Die Müser-Brauerei befand sich in Langendreer und war 1866 gegründet worden. 1960 übernahm die Schultheiß Brauerei das Traditionsunternehmen und schloss es 1976 endgültig.. Quelle: wikipedia.de