Fritz Grösche

Fritz Gösche (* am 3. Oktober 1941, † am 24. Oktober 2010)

Fritz Grösche. [1]

„Eiserne Fritz“ kickte einst für Westfalia Herne und SV Sodingen

Als Fritz Langner, den man in Fußballkreisen nur „den Eisernen Fritz“ nannte, das Zepter am Herner Schloss Strünkede führte, schnürte am Sodinger Holzplatz ein Spieler seine Schuhe, den man später ebenfalls einmal den „Eisernen Fritz“ titulieren sollte: Fritz Grösche. Von 1960 bis 1965 kickte Fritz Grösche zunächst für die Grün-Weißen und wechselte dann für drei Jahre ans Schloss. In seiner Herner Zeit absolvierte der Kicker für die beiden Herner Vereine insgesamt 69 Spiele.

Sein erstes Oberligaspiel absolvierte Grösche am 6. November 1960 gegen die Rot-Weißen aus Oberhausen. Die Begegnung wurde damals mit 2:1 gewonnen. Bei Westfalia Herne lernte Fritz Grösche danach unter anderem Trainer Herbert Burdenski kennen. In der Mannschaft standen so bekannte Spieler wie Wolfgang Scheid, Kurt Gehlisch, Friedhelm Dick und Horst Wandolek. Nach dem Abstieg der Westfalia von der Oberliga in die Regionalliga, wechselte Grösche 1969 nach Ostwestfalen, wo bald seine fußballerische Heimat fand.

Zunächst zog er das Trikot von Minden 05 an, um dann ins Trainerfach zu wechseln. Der ehemalige Sodinger Stürmer wurde so 1978 der erste Trainer des Fusionsclubs FC Gütersloh. 1982 schaffte der „Eiserne Fritz“ schließlich mit der Mannschaft von TuS Schloss Neuhaus den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Christian Korek (Westfalia Herne, 1. Nürnberg, SC Verl) erinnert sich an den ehemaligen Fußballer aus seiner Heimatstadt. „Fritz hatte eine Eigenart. Er gab jedem Kicker das Gefühl, der wichtigste Mann auf dem Platz zu sein“. Der Ex-Bundesligaspieler lacht und erzählt: „Du bist mein Mann, war immer sein Leitspruch“. Auch er folgte Grösche nach Verl, wo der Coach zunächst von 1984 bis 1987 und 1997 bis 1999 das Amt des Cheftrainers ausübte. Weitere Stationen waren Arminia Bielefeld, FC Paderborn, FC Gütersloh und SC Wiedenbrück. Korek: „Fritz Grösche war ein knallharter, aber fairer Trainer“. Nach langer Krankheit starb Grösche 2010 im Alter von 69 Jahren in seiner Wahlheimat Ostwestfalen, wo er noch heute zu den erfolgreichsten Fußball-Lehrern der Region zählt. [2]

Verwandte Artikel

Quellen

  1. Foto von Friedhelm Wessel (o.J. o.O.)
  2. Ein Artikel von Friedhelm Wessel