Ein Herner Stein für Auschwitz

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Oberbürgermeister Horst Schiereck mit den Projektteilnehmern des KiJuPa, 2008
Der Originaltext/Artikel dieser Seite stammt von Pressebüro der Stadt Herne und wurde für das Wiki redaktionell bearbeitet.
Autor Pressebüro der Stadt Herne
Erscheinungsdatum 2010, in: Erinnerungsorte - Shoah-Denkmal, S. 46








Im Rahmen einer Gedenkinitiative beteiligte sich das Herner Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) an einem Kunstprojekt, das im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz[1] mit Steinen aus der ganzen Welt einen „Hügel der Erinnerung und Versöhnung"[2] zusammentragen will. Schon 1994 hatte der polnische Künstler Josef Szanja, [3] selbst ein Überlebender des Lagers, die Idee einer ganz besonderen Gedenkstätte im ehemaligen KZ Auschwitz. Ein „Hügel der Erinnerung und Versöhnung“ soll entstehen. Zur Errichtung des Monuments werden Steine aus aller Welt gesammelt.

Josef Szanja selbst wird die Errichtung dieses Mahnmals nicht mehr erleben. Er verstarb im Frühjahr 2008 im Alter von 86 Jahren. Doch seine Idee lebt weiter, inzwischen unter anderem von den Vereinten Nationen und dem Europäischen Parlament unterstützt. Als Norbert Gresch vom Herner Kinder- und Jugendparlament von dem Projekt hörte, war er sofort begeistert: „Es ist eine gute Möglichkeit, dass Kinder und Jugendliche sich nicht nur theoretisch mit diesem Thema der deutschen Vergangenheit beschäftigen, sondern praktisch.“ Für die künstlerische Betreuung des Projektes konnte die Hemer Künstlerin Beate Matkey gewonnen werden.

Neun Jugendliche haben sich zusammengetan und Ideen gesammelt. Erste Skizzen und Entwürfe lagen schnell vor. Dann ging es an die Arbeit. Neben dem Schriftzug „Herne" legt sich eine Menschenkette um den Stein. Ausgeschnitten wurden die kleinen, farbig gestalteten Figuren aus Metall. Ende August 2008 fuhr die Delegation des KiJuPa dann ins polnische Oswiecim, um den Stein dem dortigen Stadtpräsidenten Janusz Marszalek zu übergeben.


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Zur Geschichte des jüdischen Lebens in Herne und Wanne-Eickel: Selbstbewusste Gemeinden im Kaiserreich und in der Weimarer Republik, Verfolgung und Vertreibung während des Nationalsozialismus, Analysen, Geschichten und Interviews.

Ralf Piorr (Hg.): "Nahtstellen, fühlbar, hier ..." - Zur Geschichte der Juden in Herne und Wanne-Eickel, Klartext-Verlag, Essen 2002, 264 Seiten.




Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Stadt Herne

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Quellen

Erinnerungsorte - Shoah-Denkmal - Zum Gedenken an die Opfer der Shoah aus Herne und Wanne-Eickel - Eine Dokumentation von Ralf Piorr im Auftrag der Stadt Herne, Herausgeber: Stadt Herne, 2010

Anmerkungen

  1. KZ Auschwitz: https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Auschwitz
  2. Hügel der Erinnerung und Versöhnung: https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%BCgel_der_Erinnerung_und_Vers%C3%B6hnung_Auschwitz
  3. Josef Szanja: https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B3zef_Szajna