Blaupunkt

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Die junge Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herne GmbH erreichte 1965 die Ansiedlung des Automobil-Zulieferes Bosch-Blaupunkt.[1] Am 1. Juni 1966 nahm die Blaupunkt-Werke GmbH provisorisch in der alten Turnhalle der Zeche Julia an der Cranger Straße die Produktion in Herne auf um Ende 1966 Anfang 1967 ins neuerbaute Werk an der Forellstraße umzuziehen. 850 Menschen erhielten eine neue Arbeitsstätte.[2]
Produziert wurden zu Beginn Bandfilter und Transformatoren für Rundfunk- und Fernsehgeräte, ab 1970 wurden an der Forellstraße auch Autolautsprecher produziert.

Ab Mitte der 1980er Jahre begannen Stellenstreichungen und damit der Niedergang des Blaupunkt-Werkes IV. Herne.
Da der Markt für Telekommunikation im Wandel begriffen war und die Konkurenz mit weitreichenden Inovationen den Marktanteil Blaupunkts drückte, wurde die Produktion nach Portugal und Malaysia verlegt.[3] Mitte 1992 schloß Blaupunkt das Werk endgültig.

Auf einer Teilfläche des ehemals von den Blaupunkt-Werken genutzten Geländes am Rhein-Herne-Kanal entstand das Innovationszentrum Herne. Das eigentliche Werk wurde in der Folge von BTMT GmbH und seit 2013 bzw. der Verschmelzung der Firmen SWG Sinterwerke Grenchen AG, Schweiz und BTMT vom 1. Juli 2014, von den Sinterwerke Herne GmbH genutzt.

Weblinks

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Quellen und Anmerkungen

  1. http://www.nrz.de/staedte/herne-wanne-eickel/wirtschaftsfoerderung-herne-besteht-seit-50-jahren-id10905775.html
  2. Ingrid Neumann: Schlotbarone suchen ihre Erben - Kirchturmpolitik erschwert die Ansiedlung neuer Industrien an der Ruhr. In: Die Zeit 17.11.1967. Online unter: http://www.zeit.de/1967/46/schlotbarone-suchen-ihre-erben
  3. Zu den Gründen der Werkschließung: 7. Oktober 1991 "Der Spiegel", Konkurrenz unterschätzt. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13490954.html